
Der Schutzschild der Sanftmut: Die Intensität des Gebens
Man schätzt mich für meine Loyalität, aber was ich gebe, geht weit darüber hinaus. Als „stiller Borderliner“ liebe ich mit einer Intensität, die keine Grenzen kennt. Es ist eine außergewöhnliche Form der Fürsorge, die meine Partnerinnen immer wieder betont haben: Eine Behandlung, die so schön und gut ist, dass sie in ihrem bisherigen Leben keinen Vergleich findet.
Ich schaffe einen Raum des bedingungslosen Vertrauens. Wenn ich liebe, bin ich der Beschützer, der Bodyguard, der Kümmerer. Ich setze mich ohne Vorbehalt für das Wohl des anderen ein. Das ist kein strategisches Kalkül, sondern mein Wesenskern.
Doch diese Form der Liebe hat einen kritischen Punkt. Jeder Mensch – ob mit oder ohne Diagnose – geht leer aus, wenn Emotionen nur einseitig fließen. Man läuft leer wie ein Akku, der bis auf den Grund entladen wird. Das ist der Grund, warum Opfer von narzisstischem Missbrauch so lange leiden: Sie geben alles, während die Gegenseite nur konsumiert, ohne jemals zurückzugeben.
Diese Leere ist nicht nur ein Gefühl. Bei mir wurde sie physisch greifbar: Ein Herzinfarkt und ein Schlaganfall waren die Quittung dafür, dass mein Energietransfer ins Leere lief. Es ist die schmerzhafte Erkenntnis, dass selbst die größte Liebe zerstört, wenn der ungeschriebene Vertrag der Gegenseitigkeit mit Füßen getreten wird.

